In seiner Sitzung vom 14. April 2021 beschloss der Gemeinderat, den Einmündungsbereich der Höhenstraße/Waldstraße instand zu setzen. Dabei wurden Kosten in Höhe von ca. 20.200 Euro veranschlagt. Während der Bauarbeiten hatte Ortsbürgermeister Uwe Schmidt am 6. Mai 2021 im Wege einer Eilentscheidung zusätzliche - zwingend erforderliche - Arbeiten mit Mehrkosten von ca. 19600 Euro beauftragt, um die Maßnahme zeitnah zum Abschluss zu bringen. Eine Eilentscheidung in diesem Umfang ist an strenge rechtliche Rahmenbedingungen geknüpft. Um die Hintergründe hierfür auch den Bürgerinnen und Bürgern unserer Gemeinde öffentlich zur Verfügung zu stellen haben wir am 08. Juni eine Anfrage an Bürgermeister Schmidt gestellt, die Sie hier einsehen können. Am 12. August erhielten wir eine umfassende Antwort, die sie hier nachlesen können. Im Kern begründet er seine Eilentscheidung mit möglicherweise erheblichen Kostensteigerungen bei einer ruhenden Baustelle durch Verzögerungen im Zuge einer dringlichen Einberufung des Gemeinderates.

Im Ergebnis wird zukünftig die Verwaltung vor jeder Eilentscheidung die kommunalrechtlichen Aspekte durch den leitenden Beamten bzw. Verbandsgemeindebürgermeister prüfen lassen.

Die CDU-Fraktion im Gemeinderat Hilgert hat im Oktober 2020 eine schriftliche Anfrage (siehe hier) an Ortsbürgermeister Schmidt gestellt, um Aufschluss über den gegenwärtigen Zustand und die zukünftige Entwicklung unseres Gemeindewaldes zu erhalten.
Beantwortet wurde die Anfrage von dem Leiter des Forstamtes Neuhäusel Friedbert Ritter, dem der außerordentliche Dank der Fraktion gilt. Denn Herr Ritter hat mit viel Liebe zum Detail eine 47 Seiten umfassende und sehr aufschlussreiche, mit Karten, Grafiken und Fotos versehene Ausarbeitung (siehe hier) verfasst, die sogar Grundlage für die Neuordnung der Forstreviere im Kannenbäckerland sein soll. Hier einige Informationen:
Zum Stichtag 01.01.2020 umfasste der Hilgerter Gemeindewald insgesamt 96,6 ha, wovon 52% Nadel- und 48% Laubholz waren.
Prägende Baumarten waren bisher Fichte (42%), Buche (25%) sowie Kiefer (10%). Die starke Trockenheit der vergangenen Jahre sowie der damit in Zusammenhang stehende Borkenkäferbefall haben dafür gesorgt, dass zum Zeitpunkt der Anfrage über 10 ha Fichtenbestand bereits gerodet waren und weitere 10 ha noch gerodet werden müssen. Dies bedeutet, dass mehr als ein Fünftel des gesamten Waldbestandes von den Schäden direkt betroffen ist. Hierbei entstanden außerplanmäßige Kosten in den Jahren 2018 bis zum Zeitpunkt der Anfrage von nahezu 185.000 Euro. Demgegenüber standen Einnahmen von über 190.000 Euro. Somit ergibt sich zwar über die genannten Jahre ein Überschuss von ca. 5000 Euro, aber aufgrund der gesunkenen Holzpreise sowie der absehbar ab 2021 niedrigeren Holzernte rechnet das Forstamt in den kommenden Jahren mit geringeren Einnahmen aus der Waldbewirtschaftung. Unter der Annahme, dass die Wiederbewaldung 2022 abgeschlossen sein wird und die wetterbedingten Schäden nicht weiter steigen, ist in den Folgejahren 2021-2023 jeweils mit einem vierstelligen Defizit zu rechnen. Erst ab 2024 erwartet das Forstamt unter vorsichtig optimistischen Annahmen eine „rote“ Null.
Die Wiederaufforstung erfolgt in mehreren Teilabschnitten. Hierbei orientiert sich die Forstverwaltung an den aktuellen Fördergrundsätzen, wonach mindestens 30% Laubholz gepflanzt werden soll. Ziel ist, dass der Waldbestand als Ganzes widerstands- und anpassungsfähiger gegenüber den Klimaveränderungen wird.
Daher werden grundsätzlich heimische Baumarten (u.a. Buche, Eiche, Kiefern und Lärchen) mit einem Anteil von mindestens 25% gepflanzt und durch „alteingeführte“ Baumarten, wie z.B. Esskastanie, ergänzt. Darüber hinaus sollen bewährte „eingeführte“ Baumarten, wie z.B. Douglasie und Abies Grandies (Küstentanne) mit maximal 20% Anteil sowie weitere „ergänzende“ Baumarten wie Baumhasel den Wald begrünen. Über die natürlichen Sukzessionsabläufe wird eine weitere Besiedelung mit Fichten, Birken, Ebereschen sowie Lärchen erwartet. Die seit Jahrzehnten bekannten Fichtenmonokulturen gehören damit der Vergangenheit an. Wiederaufforstung ist ein Generationenprojekt, welches durch eine Vielzahl an Faktoren beeinflusst wird.
Die CDU-Fraktion wird diese Thematik intensiv begleiten und sich dafür einsetzen, dass unser Wald auch den zukünftigen Generationen sowohl Erholung als auch Einnahmen zur anteiligen Bewältigung der Gemeindeaufgaben bietet. 

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Björn Hümmerich erläutert anhand eines Kartenausschnitts die gerodeten Flächen in der Gemarkung Hilgert

Am 29.12.2020 besuchte Peter Moskopp, der Direktkandidat der CDU für den Wahlkreis10, Hilgert. Zur Begrüßung überreichte unser Ortsvorsitzender Björn Hümmerich zum besseren Kennenlernen des Dorfes eine Hilgerter Chronik.
Anhand eines anschließenden kleinen Rundgangs benannte Björn Hümmerich die zurzeit politisch relevanten Kernthemen in Hilgert. Unabhängig der aktuellen Pandemielage ist gerade der stark beeinträchtigte Gemeindewald und dessen Wiederaufforstung von enormer Bedeutung für die CDU. Björn Hümmerich erläuterte Peter Moskopp anhand einiger Beispiele den Waldzustand und die geplanten Maßnahmen. Auch der CDU-Direktkandidat sieht in einer nachhaltigen und möglichst naturnahen Waldwirtschaft die Zukunft und unterstützt die hiesigen Maßnahmen vollumfänglich. Im vorherigen Beitrag finden Sie die Verlinkung zu der Anfrage an den Bürgermeister sowie die Antwort des Forstamtsleiters.
Ebenso verdeutlichte der Ortsvorsitzende die Herausforderungen hinsichtlich der Gemeindestraßen, die sich in einigen Bereichen in einem schlechten Zustand befinden. Hierbei wies er darauf hin, dass auf Bestreben der CDU-Fraktion seit einigen Jahren ein erhöhter Betrag zur Instandsetzung im Haushalt veranschlagt ist, damit rechtzeitig Reparaturen an den Gemeindestraßen angegangen werden können, ohne dass die Bürgerinnen und Bürger durch Ausbau- oder wiederkehrende Beiträge zusätzlich belastet werden müssen. Peter Moskopp verwies in diesem Zusammenhang auf die Pläne der CDU, bei Übernahme der Regierungsverantwortung eine komplette Abschaffung der Beiträge zu erwirken.
Gerade vor dem Hintergrund der Attraktivitätssteigerung einer Gemeinde, erläuterte Björn Hümmerich abschließend die geplante Ausweisung eines Neubaugebiets in Hilgert, welches zwar ebenfalls kontrovers diskutiert, jedoch insgesamt mit breiter Mehrheit durch den Gemeinderat beschlossen wurde.
Unser Ortsvorsitzender bedankte sich bei Peter Moskopp für seinen Besuch und wünschte ihm viel Erfolg und alles Gute für den weiteren Wahlkampf.

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Von links nach rechts: Björn Hümmerich, Peter Moskopp und Konstantin Prinz

Die CDU-Fraktion im Gemeinderat Hilgert hat am 16. Oktober 2020 eine schriftliche Anfrage zum Zustand unseres Gemeindewaldes sowie dem Stand der Wiederaufforstungen an den Bürgermeister gestellt. Aus unsere Sicht besteht hierzu innerhalb der Hilgerter Bevölkerung ein großes Informationsinteresse. Zahlreiche Einwohner/-innen haben uns in den letzten Monaten auf den aktuellen Zustand und die zukünftige Entwicklung des Waldes angesprochen. Die aufgeworfenen Fragen dienten als Basis für unsere Anfrage.

Den Wortlaut des Antrags lesen Sie hier. Am 07. Dezember 2020 erhielten wir über Bürgermeister Schmidt eine äußerst detaillierte Antwort des Forstamtleiters Neuhäusel, Friedbert Ritter, die Sie hier lesen können. Wir bedanken uns für diese sehr informative Antwort bei Herrn Ritter sowie allen an der Erstellung Beteiligten.

Die CDU-Fraktion im Gemeinderat Hilgert hat am 29.07.2020 eine schriftliche Anfrage zu den möglichen finanziellen Auswirkungen der CORONA-Pandemie an den Bürgermeister gestellt. Hintergrund unserer Anfrage ist der Umstand, dass durch zu erwartende Mindereinnahmen einige der in 2021 und den folgenden Jahren angedachten Invesitionen ggf. zurückgestellt oder umpriorisiert werden müssten. 

Für die CDU ist hierbei vor allem der transparente Umgang mit den Auswirkungen der Pandemie auf den Haushalt der Gemeinde von entscheidender Bedeutung. Wir werden die Bürgerinnen und Bürger unserer Gemeinde über die aktuellen Sachstände hierzu informieren.

Den Wortlaut des Antrags lesen Sie hier. Bürgermeister Uwe Schmidt hat am 14.09.2020 auf unsere Anfrage geantwortet (siehe hier). Insbesondere die Entwicklung des Gewerbesteueraufkommens gilt es zu beobachten und entsprechend zu reagieren, jedoch scheint zum jetzigen Zeitpunkt die finanzielle Situation unserer Gemeinde noch solide zu sein.